Umsatzsteuererklärung

Die Umsatzsteuer ist eine Verkehrsteuer, mit der grundsätzlich der gesamte private und öffentliche Verbrauch belastet wird. Wirtschaftlich wird die Umsatzsteuer vom Verbraucher getragen. Steuerschuldner ist jedoch der Unternehmer (§ 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG). Weil die Umsatzsteuer vom Verbraucher auf dem Umweg über den Unternehmer erhoben wird, zählt sie zu den indirekten Steuern. In bestimmten Fällen wird jedoch die Steuerschuldnerschaft umgekehrt, indem der Leistungsempfänger zum Steuerschuldner wird (§ 13b UStG; Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers); so soll insbesondere der Umsatzsteuerbetrug bekämpft werden.

Das Allphasen-Nettoumsatzsteuersystem mit Vorsteuerabzug

Die Umsatzsteuer ist so gestaltet, dass bei gleichem Steuersatz alle Waren und Dienstleistungen, wenn sie beim Endverbraucher ankommen, in gleicher Höhe belastet sind, unabhängig davon, wie viel Wirtschaftsstufen eine Ware oder Dienstleistung auf ihrem Weg zum Endverbraucher durchlaufen hat. Eine Erhebung der Steuer von der Steuer ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies wird durch den Vorsteuerabzug des § 15 UStG erreicht. Er berechtigt den Unternehmer, von der Steuer, die er für seine Umsätze schuldet, die Umsatzsteuerbeträge (Vorsteuern) abzuziehen, die ihm andere Unternehmer für ihre an ihn ausgeführten steuerpflichtigen Umsätze offen in Rechnung gestellt haben (§ 14 UStG).

Der Unternehmer hat die von ihm geschuldete Umsatzsteuer nach der Umsatzsteuererklärung auch dann zu entrichten, wenn sie vom Leistungsempfänger nicht als Vorsteuer abgezogen wird, bei ordnungsgemäßer Inrechnungstellung von ihm aber als Vorsteuer abgezogen werden könnte. Es ist nicht sachlich unbillig, dass der leistende Unternehmer unabhängig vom Vorsteuerabzug des Leistungsempfängers zur Umsatzsteuer veranlagt wird (BFH Beschluss vom 4.4.2003, V B 212/02, BFH/NV 2003, 1098).

Steuersatz für die Umsatzsteuererklärung

Mit Wirkung vom 1.1.2007 wurde der allgemeine Umsatzsteuersatz (§ 12 Abs. 1 UStG) von 16 % auf nunmehr 19 % angehoben (Art. 4 Nr. 1 des Haushaltsbegleitgesetzes 2006 vom 29.6.2006, BGBl I 2006, 1402). Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % (§ 12 Abs. 2 UStG) blieb unverändert.

Wirkungsweise der Umsatzsteuer

Aus dem Beispiel wird deutlich, dass die Umsatzsteuer eine nur beim Verkauf an den Letztverbraucher sich realisierende Steuer ist. Verdirbt eine Ware oder kann sie aus anderen Gründen nicht verkauft werden, so erhält der Fiskus keine Steuer.

Voranmeldungsverfahren

In der Praxis hat jeder Unternehmer eine Vielzahl von Eingangsumsätzen, denen eine mehr oder weniger große Zahl von ausgeführten Umsätzen gegenübersteht. Die Verrechnung der Vorsteuer mit der Steuer wird im Rahmen der monatlich bzw. vierteljährlich von den Unternehmern abzugebenden Voranmeldungen vorgenommen. Der Voranmeldungszeitraum ist grundsätzlich das Kalendervierteljahr (§ 18 Abs. 2 UStG).

Die Voranmeldung ist bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums abzugeben. Gem. § 46 UStDV kann dem Unternehmer auf Antrag aber eine Dauerfristverlängerung gewährt werden.

Verfahren der Umsatzsteuererklärung

Der Unternehmer hat nach § 18 Abs. 3 UStG für das Kalenderjahr eine Umsatzsteuererklärung abzugeben. Die Abgabefrist richtet sich nach den allgemeinen Abgabefristen für Steuererklärungen.

Wir erstellen im Rahmen der Mandatsbetreuung ihre Umsatzsteuervoranmeldungen aus der von uns gefertigten Buchführung heraus und sorgen für eine korrekte Meldung aller Umsätze. Im Rahmen der Abschlusserstellung wird dann als quasi letzter Schritt Ihre Umsatzsteuererklärung gefertigt.