Gewerbesteuererklärung

Die Gewerbesteuer gehört wie die Grundsteuer zu den sog. Real-, Objekt- oder Sachsteuern. Im Gegensatz zu den Personensteuern z.B. Einkommensteuer und Körperschaftsteuer berücksichtigen diese Steuern nicht die Leistungsfähigkeit einer Person, sondern besteuern eine Sache, das Grundstück bzw. den Gewerbebetrieb. Der Gewerbesteuer unterliegt der so genannte »objektivierte Gewerbeertrag«. Dies ist die Größe, die ausgehend von dem nach den Grundsätzen des Einkommensteuergesetz und Körperschaftsteuergesetz ermittelten Gewinn den Ertrag des Betriebs darstellt, der insbesondere unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftet wird.

Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer. Der Bund und die alten Länder werden durch eine Umlage an der Gewerbesteuer beteiligt.

Letztlich ist sie auch eine direkte Steuer, da Steuerschuldner und Steuerzahler identisch sind.

Steuergegenstand bei der Gewerbesteuererklärung ist der Gewerbebetrieb (§ 2 Abs. 1 GewStG), soweit er im Inland betrieben wird. Unter Gewerbebetrieb ist ein gewerbliches Unternehmen i.S.d. EStG zu verstehen (§ 2 Abs. 1 GewStG). Die Begriffsbestimmung des Gewerbebetriebs ist in § 15 Abs. 2 EStG enthalten.

Der Gewerbesteuer unterliegt nicht eine Betätigung, die als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft oder als Ausübung eines freien Berufs oder als eine andere selbstständige Arbeit anzusehen ist.

Die Verpachtung eines Gewerbebetriebs im Ganzen oder eines Teilbetriebs ist grundsätzlich nicht als Gewerbebetrieb anzusehen und unterliegt daher regelmäßig nicht der Gewerbesteuer (vgl. R 15.7 Abs. 1 Satz 4 EStR 2013, R 16 Abs. 5 EStR 2013 und H 16 Abs. 5 EStH 2013). Die Pachteinnahmen gehören zwar, solange der Verpächter nicht die Betriebsaufgabe erklärt, einkommensteuerlich zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb, sie unterliegen jedoch nicht mehr der Gewerbesteuer. Deshalb muss für das Wirtschaftsjahr, in dem die Verpachtung beginnt, der auf die Zeit bis zum Pachtbeginn entfallende Gewinn für die Gewerbersteuer bei der Gewerbesteuererklärung besonders ermittelt werden. Für diese Gewinnermittlung gelten die allgemeinen Grundsätze. Aus Vereinfachungsgründen ist es jedoch nicht zu beanstanden, wenn der Gewinn des Wirtschaftsjahres, in dem die Verpachtung beginnt, durch Schätzung auf die Zeiträume vor und nach Pachtbeginn aufgeteilt wird.

Dabei kann z.B. der Gewinn des Wirtschaftsjahres im Verhältnis des in der Zeit bis zum Pachtbeginn erzielten Bruttogewinns (Warenrohgewinn) zur Pachteinnahme aufgeteilt werden. Entsprechendes gilt für die Hinzurechnungen und Kürzungen. Ist der Gewinn vor der Verpachtung nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt worden, ist für die Ermittlung des Gewerbeertrags bis zum Pachtbeginn für diesen Zeitpunkt der Übergang zum Vermögensvergleich zu unterstellen. Die dabei erforderlichen Zu- und Abrechnungen (R 4.6 Abs. 1 EStR 2012) gehören zum laufenden Gewinn und sind deshalb bei der Ermittlung des Gewerbeertrags zu berücksichtigen. In den Fällen der Betriebsaufspaltung (H 15.7 Abs. 4 EStH) unterliegt die Verpachtung durch das Besitzunternehmen der Gewerbesteuer (R 2.2 GewStR).

Wir erstellen bei der Fertigung Ihres Jahresabschlusses Ihre jährliche Gewerbesteuererklärung im Rahmen des Gesamt-Mandats und nehmen die notwendigen Rückstellungsbuchungen innerhalb Ihrer Bilanzen vor.